
Excerpt from Über Sprachstörungen im TraumeBeginnt man, planmäà ig Sprachbeispiele aus dem Traume zu sammeln, so macht man sehr bald zwei merkwurdige Erfahrungen. Die erste ist die ganz auà erordentliche Flüchtigkeit der Erinnerung an den Wortlaut der à uà erungen. Auch die Spuren anderer Traumerlebnisse p?egen rasch verloren zu gehen; immerhin aber sind lebhaft träumende Menschen doch ganz gewöhnlich im stande, eine Reihe von Einzelheiten aus ihren Traumereignissen fest zuhalten. Dagegen haftet von den Sprachlichen à uà erungen ohne besonders darauf gerichtete Aufmerksamkeit in der Regel gar nichts, ja, es ist meist trotz der äuà ersten Bemühungen nicht möglich, ihren Wortlaut dem Gedächtnis einzuprägen, wenn man sie nicht sofort nach dem Erwachen schriftlich aufzeichnet. Oft genug ist es mir begegnet, daà ich ein Beispiel, welches ich zufallig nicht nieder schreiben konnte, beim Aufwachen durch ungezahlte Wiederholungen vergeblich auswendig zu lernen suchte. Auch wenn ich es mir ganz sicher eingeprägt zu haben glaubte, muà te ich kurze  zeit darauf zu meinem Verdrusse die Wahrnehmung machen, daà es mir dennoch völlig und unwiederbringlich entschwunden war. Zum Teil mögen sich diese Erfahrungen aus der Unsinnigkeit des Stoffes erklären.